Wissenswertes

 

Bregenzerwälder Käsekeller

Der Bregenzerwälder Käsekeller wurde 2002 in Lingenau, im vorderen Bregenzerwald, errichtet und ist ein gemeinsames Vorzeige Projekt der Sennereien und Vermarkter.  Die Initiative zur Errichtung wurde damals von Josef Rupp III. ergriffen. Noch heute beträgt der Anteil der Firma Rupp mit der Marke Alma ein Viertel der Stellplätze. Insgesamt bietet der Keller Platz für fast 40.000 Käselaibe, welche dort sorgfältig gereift und gepflegt werden.

Die Idee für den gemeinsamen Reifekeller ergab sich aus der Vision den Bregenzerwälder Bergkäse als Markenprodukt mit einheitlichen Qualitätsstandards anzubieten. Durch die verschiedenen Kellergrößen und Klimaverhältnisse in den einzelnen Betrieben reiften aber unterschiedliche Qualitäten des Bregenzerwälder Bergkäses heran. Der Bregenzerwälder Käsekeller sollte allen Käseherstellern der Region zur Verfügung stehen und somit die einheitlichen Qualitätsstandards verbessern. Der Grundstein für ein regionales Erfolgsprogramm wurde gelegt. 


Im Bregenzerwälder Käsekeller, einem einzigartigen Gebäude aus Sichtbeton mit modernster Reifetechnik, reifen die Käselaibe unter optimalen Bedingungen zwischen 4 und 18 Monate. Hier bekommen sie auch ihr unverwechselbares würziges Aroma und es werden die Spitzenqualitäten ausgereift.
Wollen Sie mehr über den Bregenzerwälder Käsekeller vor Ort erfahren? 
Mehr Informationen gibt es hier: www.kaesestrasse.at/erleben-entdecken/bregenzerwaelder-kaesekeller/bregenzerwaelder-kaesekeller 

 

Heumilch

Die Bauern in Vorarlberg und besonders im Bregenzerwald kümmern sich nicht nur um den Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft. Die Bauern liefern durch die Bewirtschaftung der Alp- und Bergwiesen mit ihren Kühen den wertvollen Rohstoff Heumilch. Das ‚weiße‘ Gold der Berge ist der kostbare Bestandteil für den ausgezeichneten, ursprungsgeschützten Vorarlberger Bergkäse und Alpkäse.

Heumilchkühe werden ausschließlich mit saftigen Gräsern und Kräutern, sonnengetrocknetem Heu und mineralstoffreichem Getreideschrot gefüttert.
Die große Artenvielfalt der Gräser und Kräuter im Heu verleiht der Heumilch ihre einzigartige Qualität. Bis zu 50 verschiedene Gräser, Kräuter und Blumen sind es, die auf den duftenden Wiesen und Alpweiden wachsen. Somit ist Heumilch die ursprünglichste Art der Milch.

Silofreie Milch (Heumilch)  wird heute von nur mehr 2 Prozent der Bauern Europas hergestellt. Und dabei zählt der Bregenzerwald in Vorarlberg zu der größten zusammenhängenden Heumilch Region der EU. Nicht verwunderlich, dass die  Drei-Stufen-Landwirtschaft im Bregenzerwald  zum immateriellen Kulturerbe Österreichs der UNESCO zählt.

Mehr Infos: www.heumilch.at

Ursprungschutz

Der Vorarlberger Bergkäse ist durch eine EG-Verordnung geschützt (g.U. = geschützter Ursprung). Das EU-Gütezeichen "g. U." garantiert, dass die Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung eines Erzeugnisses in einem bestimmten geografischen Gebiet nach einem anerkannten und festgelegten Verfahren erfolgt ist. Sämtliche Produktionsschritte müssen also in dem betreffenden Gebiet erfolgen. Das reicht von der Fütterung der Tiere, über die Verarbeitung der Milch, bis zur Verpackung und Auszeichnung dieser Vorarlberger Käsespezialität.

Vorarlberger Bergkäse g.U.

Der Klassiker der Vorarlberger Käsekunst. Der Edel, mild-würzige bis kräftige Vorarlberger Bergkäse mit geschützter Ursprungsbezeichnung wird aus melkfrischer Heumilch, von den Bauern der Umgebung, in unseren kleinen Alma Bergsennereien auf über 800m Höhe hergestellt.  Einige Arbeitsschritte werden durch technische Unterstützung erleichtert aber ansonsten wird der Käse auf ganz traditionelle Art hergestellt. Der Vorarlberger Bergkäse wird das ganze Jahr hindurch hergestellt. 

Vorarlberger Alpkäse

Unverwechselbar gut: Was den Alpkäse seit 2000 Jahren so besonders macht sind die ursprüngliche Art seiner Herstellung und sein charakteristischer Geschmack, geprägt von den Gräsern und Kräutern der Alpwiesen. Es wird melkfrische Heumilch direkt auf der Alp zu Käse verarbeitet. Die Heumilch stammt nur von den Kühen, die auf dieser Alp ‚gesömmert‘ werden. Der Alpkäse wird meist noch nach ganz tradtitionellem Handwerk hergestellt - durch körperlichen Einsatz, ohne technische Unterstützung. Oftmals wird der Kupfer Sennkessel sogar noch durch offenes Feuer erhitzt. Hergestellt wird der Alpkäse nur im Sommer.  

...von der Alp auf den Teller

Von der Alp auf den Teller. Käsekultur in Vorarlberg

Das Buch "Von der Alp auf den Teller. Käsekultur in Vorarlberg" ist eine wunderschöne Hommage an das Alpwesen und seinen Käse. Kurt Bracharz veranschaulicht warum Käse und seine Herstellung in Vorarlberg einen so hohen Stellenwert genießt. Mit raffinierten Rezepten der Sterneköche Mike Schwarzenbacher und Florian Mairitsch sowie eindrucksvollen Fotos vom Leben auf der Alp wird das Buch zu einem einmaligen Werk. Die Vorarlberger Alpkultur und sein Käse – beides  Herzensanliegen von Herausgeber Josef Rupp, Geschäftsführer der in dritter Generation bestehenden Privatkäserei Rupp.

- Texte von Kurt Bracharz, herausgegeben von Josef Rupp
- Alles Wissenswerte über die verschiedenen Alpprodukte
- Historisches über die Käserei in Vorarlberg
- Einblicke in die Arbeit der Alpsennen rund ums Jahr
- Käse-Kulinarik damals und heute
- Viele köstlichen Rezepte und stimmungsvolle Bilder

Buchdaten:

Von der Alp auf den Teller. Käsekultur in Vorarlberg
Mit den Texten von Kurt Bracharz und Rezepten von Florian Mairitsch und Mike Schwarzenbacher, 220 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
EUR 19,95.-. ISBN 978-3-7066-2568-5, www.loewenzahn.at, auch auf Englisch erhältlich!